Moderne Ferienhäuser mit Klinkerfassade, Terrassen und Dünenlandschaft an der Ostsee

Beispielkonzepte& Haustypen an der Ostsee

Unterschiedliche Nutzungsziele erfordern unterschiedliche Gebäude- und Raumkonzepte:

Ob überwiegende Ferienvermietung, kombinierte Eigennutzung oder eine spätere persönliche Nutzung: Das Haus sollte von Beginn an zu Zielgruppe, Belegung, Grundstück und geplantem Betrieb passen. Die folgenden Beispiele zeigen mögliche konzeptionelle Richtungen.

Ein Hauskonzept beginnt nicht mit der Fassade

Ein Ferienhauskonzept entsteht aus mehreren zusammenhängenden Entscheidungen: Wer soll das Haus nutzen, wie viele Personen sollen untergebracht werden, welche Rolle spielt die Eigennutzung und welche Anforderungen ergeben sich aus Grundstück und laufender Bewirtschaftung? Erst daraus lassen sich Wohnfläche, Geschossigkeit, Raumaufteilung und Ausstattung sinnvoll ableiten.

Die folgenden Konzepte sind keine fertigen Standardlösungen, sondern beispielhafte Kombinationen aus Nutzung, Zielgruppe und baulicher Ausrichtung.

Kompakter Ferienbungalow mit Walmdach, Klinkerelementen und Gartenterrasse

KONZEPT 1 - Kompakter Bungalow für Vermietung und spätere Eigennutzung

Dieses Konzept eignet sich für Vorhaben, bei denen zunächst die Ferienvermietung im Vordergrund steht, das Haus später aber auch komfortabel selbst genutzt werden soll. Die eingeschossige Bauweise bündelt Wohnen, Schlafen und Nebenräume auf einer Ebene und schafft kurze, gut nutzbare Wege.

Zielgruppe: Paare, Best Ager und kleine Familien

Nutzungsschwerpunkt: Ferienvermietung mit Option auf spätere Eigennutzung

Gebäudestruktur: Kompakter, eingeschossiger Grundriss

Merkmale: zwei voneinander getrennte Schlafbereiche; offener Wohn- und Essbereich mit direktem Terrassenzugang; gut erreichbares Badezimmer und ausreichend Stauraum; abschließbarer Eigentümer- oder Betriebsbereich

Zu beachten: Ein eingeschossiger Grundriss benötigt im Verhältnis zur Wohnfläche häufig mehr Grundstücksfläche. Baufenster, Grundstückszuschnitt und Außenanlagen sollten deshalb früh gemeinsam betrachtet werden.

KONZEPT 2 – Ferienhaus für Familien und höhere Belegung

Dieses Konzept richtet sich an Vorhaben, bei denen die Ferienvermietung an Familien oder kleinere Reisegruppen im Mittelpunkt steht. Bei einer höheren Belegung müssen Schlafräume, gemeinschaftlich genutzte Flächen, Badezimmer und Stauraum so aufeinander abgestimmt werden, dass das Haus auch bei vollständiger Nutzung funktional bleibt.

Zielgruppe: Familien und kleinere Reisegruppen

Nutzungsschwerpunkt: Überwiegende Ferienvermietung mit höherer Belegung

Gebäudestruktur: Kompakter Grundriss über eineinhalb oder zwei Geschosse

Merkmale: mehrere getrennte Schlafzimmer; ausreichend großer Wohn- und Essbereich; mindestens ein zusätzlicher Sanitärbereich; Stauraum für Gepäck und Freizeitbedarf; gut nutzbare Terrasse und klar zugeordnete Stellplätze

Großzügiges Familienferienhaus mit Klinkerfassade, zwei Eingängen und Terrassen nahe der Ostsee

Zu beachten: Eine höhere Zahl möglicher Schlafplätze macht ein Ferienhaus nicht automatisch attraktiver. Raumaufteilung, Badezimmer, Essbereich, Außenflächen und laufender Bewirtschaftungsaufwand müssen zur tatsächlichen Belegung passen.

Modernes Doppelhauskonzept mit Klinkerfassade, Satteldach, Terrasse und Garten

KONZEPT 3 – Doppelhaus mit zwei getrennten Nutzungseinheiten

Dieses Konzept schafft zwei eigenständig nutzbare Bereiche innerhalb eines zusammengehörigen Gebäudes. Je nach Vorhaben können beide Einheiten getrennt vermietet oder eine Einheit für die Eigennutzung vorgesehen werden. Voraussetzung ist, dass Zugänge, Außenbereiche und technische Abläufe von Beginn an klar getrennt geplant werden.

Zielgruppe: Paare, kleine Familien oder zwei unabhängig reisende Parteien

Nutzungsschwerpunkt: Getrennte Vermietung oder Kombination aus Vermietung und Eigennutzung

Gebäudestruktur: Zwei baulich und organisatorisch getrennte Wohneinheiten

Merkmale: separate Eingänge; eigenständige Wohn-, Küchen- und Sanitärbereiche; klar zugeordnete Terrassen und Stellplätze; schalltechnische Trennung; getrennt organisierbare Reinigung und Betreuung

Zu beachten: Ein Doppelhaus stellt zusätzliche Anforderungen an Grundstück, Erschließung, Stellplätze, baurechtliche Zulässigkeit und laufende Organisation. Die mögliche Nutzungsflexibilität muss deshalb immer gegen den höheren Planungs- und Bewirtschaftungsaufwand abgewogen werden.

Drei Ansätze mit unterschiedlichen Planungsschwerpunkten

Die geeignete Gebäudestruktur hängt nicht allein von der gewünschten Größe ab. Entscheidend ist, wie Vermietung, Eigennutzung, Belegung, Grundstück und laufender Betrieb miteinander verbunden werden sollen.

Kompakter Bungalow

Hauptziel: Ferienvermietung mit Option auf spätere Eigennutzung

Typische Belegung: Paare, Best Ager und kleine Familien

Grundstück: Eher größerer Flächenbedarf durch eingeschossige Bauweise

Betriebsaufwand: Vergleichsweise überschaubar

Nutzungsflexibilität: Besonders interessant für eine spätere persönliche Nutzung

Familienferienhaus

Hauptziel: Ferienvermietung mit höherer Belegung

Typische Belegung: Familien und kleinere Reisegruppen

Grundstück: Mehr Wohnfläche kann durch zusätzliche Geschosse kompakter organisiert werden

Betriebsaufwand: Erhöhter Reinigungs-, Ausstattungs- und Instandhaltungsbedarf

Nutzungsflexibilität: Stark von Raumaufteilung und Anzahl der Schlafplätze abhängig

Doppelhaus

Hauptziel: Zwei getrennte Nutzungs- oder Vermietungseinheiten

Typische Belegung: Zwei unabhängig reisende Parteien oder Kombination aus Vermietung und Eigennutzung

Grundstück: Höhere Anforderungen an Zufahrt, Stellplätze und Außenbereiche

Betriebsaufwand: Getrennte Organisation beider Einheiten erforderlich

Nutzungsflexibilität: Potenziell hoch, sofern beide Einheiten unabhängig funktionieren

Die Gegenüberstellung dient der konzeptionellen Orientierung. Welcher Ansatz tatsächlich weiterverfolgt werden kann, lässt sich erst anhand von Grundstück, Budget, baurechtlichen Rahmenbedingungen und geplanter Nutzung beurteilen.

Aus einem Beispiel wird erst durch das Grundstück ein konkretes Projekt

Die gezeigten Konzepte können eine erste Richtung vorgeben. Ob ein Bungalow, ein Familienferienhaus oder ein Doppelhaus tatsächlich sinnvoll und umsetzbar ist, hängt jedoch von den konkreten Rahmenbedingungen des Vorhabens ab.

Grundstück und Baurecht

Grundstückszuschnitt, Baufenster, Abstandsflächen, Geschossigkeit und vorgesehene Nutzung bestimmen, welche Gebäudestruktur grundsätzlich möglich ist.

Zielgruppe und Belegung

Raumaufteilung und Ausstattung sollten sich an einer realistischen Hauptzielgruppe orientieren. Möglichst viele Schlafplätze sind nicht automatisch die sinnvollste Lösung.

Budget und Gesamtumfang

Gebäude, Grundstück, Erschließung, Außenanlagen und Ausstattung müssen gemeinsam innerhalb des verfügbaren Gesamtbudgets betrachtet werden.

Betrieb und spätere Nutzung

Reinigung, Betreuung, technische Versorgung, Eigentümerstauraum und mögliche Eigennutzung beeinflussen den Grundriss bereits in der frühen Planung.

Erst wenn diese vier Bereiche zusammen betrachtet werden, lässt sich ein Beispielkonzept sinnvoll auf das konkrete Vorhaben übertragen.

Welches Hauskonzept passt zu Ihrem Vorhaben?

Die Beispielkonzepte zeigen unterschiedliche bauliche Richtungen. Für die weitere Einordnung müssen Grundstück, geplante Nutzung, Zielgruppe, Flächenbedarf und Budget gemeinsam betrachtet werden. So lässt sich erkennen, welche Gebäudestruktur sinnvoll weiterverfolgt werden kann und welche Fragen vor der Planung noch zu klären sind.

Fragen zu Ferienhauskonzepten für Kapitalanleger

Die Beispielkonzepte geben eine erste Orientierung. Für die Übertragung auf ein konkretes Vorhaben müssen jedoch Grundstück, Nutzung und bauliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

1. Sind die gezeigten Konzepte feste Hausmodelle?

Die Konzepte dienen zunächst der Orientierung und zeigen unterschiedliche Kombinationen aus Nutzung, Zielgruppe und Gebäudestruktur. Ob daraus ein vorhandenes Hausmodell oder eine angepasste Planung entsteht, muss anhand des konkreten Vorhabens geprüft werden.

Nein. Grundstückszuschnitt, Baufenster, Abstandsflächen, Geschossigkeit, Erschließung und örtliche Vorgaben können die mögliche Gebäudestruktur deutlich beeinflussen.

Dafür gibt es keine allgemeingültige Antwort. Entscheidend sind unter anderem Zielgruppe, realistische Belegung, Standort, Budget, Bewirtschaftung und eine mögliche spätere Eigennutzung.

Grundsätzlich kann ein Haus für beide Nutzungsphasen geplant werden. Dafür sollten Raumaufteilung, Zugänglichkeit, Stauraum, Ausstattung und laufender Betrieb bereits in der frühen Planung auf die spätere Nutzung abgestimmt werden.